Dias und Negative schnell digitalisieren

 

Fazit

Wie jede Lösung, stellt die hier vorgestellte Möglichkeit einen Kompromiss dar.

Die Ergebnisse der auf das Scannen spezialisierter und professioneller Services werden etwas besser sein, allerdings auch deutlich teurer.

Die Anforderungen sind für jedem Anwendungsfall höchst individuell. Es gilt, das Optimum zu finden aus:

 

*Zeit = eigener Arbeitsaufwand

 

Der Schwerpunkt liegt bei meinem Verfahren auf der Geschwindigkeit.

Mit einem Filmscanner wäre dieses Unterfangen aufgrund der Menge der Vorlagen zeitlich nicht realisierbar gewesen.

Während der eine nur wenige Filme mit einem günstigen Filmscanner einscannen möchte, will der andere möglicherweise viele tausend Dias möglichst schnell in einer möglichst guten Qualität digitalisieren. Andere wiederum legen Wert auf allerhöchste Qualität, unabhängig von Kosten, und greifen auf einen Scan-Service Zurück. Oder sie wollen ihre Dias nicht aus der Hand geben und nutzen lieber einen hochwertigen, aber langsamen Filmscanner.

Der Ansatz "Ich digitalisiere erstmal mit irgendeinem Gerät und werde dann irgendwann nachbearbeiten, schließlich wird Software immer besser!" funktioniert nicht. Schlechtes Ausgangsmaterial lässt sich nur schlecht weiterbearbeiten.

Ebenso wenig Erfolg versprechend ist die Methode "Ich lege mir erstmal einen vernünftigen Filmscanner zu und gucke dann wie schnell das geht.". Hat man sich auf ein bestimmtes Gerät und Verfahren festgelegt, kann an der Verarbeitungsdauer meist nichts mehr geändert werden - der Aufwand steigt linear mit der Menge der Dias. Möglicherweise erscheint ein besseres Modell, bevor man mit dem Digitalisieren fertig ist.

Völlig unabhängig von der gewählten Methode - um den größtmöglichen Erfolg zu erreichen, muss im Vorfeld ganz klar sein, was am Ende der Verarbeitungskette rauskommen und wie lange der Prozess dauern soll. :-)

 

© Aleksander Zgraja

http://www.zgraja.com

Artikel: Oktober 2010, zuletzt aktualisiert: September 2014

 

 

Vorschau

Für die Zukunft plane ich einige Experimente mit „gerichtetem Licht“.
In der Dunkelkammertechnik gab es zwei unterschiedliche Verfahren, um die Negative zu beleuchten. Entweder kam das mittels Doppelkondensor gerichtete Licht zum Einsatz oder diffuses Licht. Letzteres wurde mittels Mattscheibe erzeugt.
Möglicherweise läßt sich mit gerichtetem Licht die Schärfe noch weiter steigern.

Für die Digitalisierung von Farbnegativfilmen suche ich nach einem geeignetem Konvertierungsverfahren, um das orangefarbene Trägermaterial des Films mit möglichst wenig Verlust herauszufiltern.

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  © A.Z. 2018   A camera does nothing. You do.