Olympus mju:2

   
Hersteller Olympus
Kameratyp Ultrakompakte Sucherkamera
Filmtyp 35mm Kleinbildfilm
Objektiv Zuiko 2.8/35mm
Belichtungszeiten automatisch 4s bis 1/1000s
Selbstauslöser Elektronisch und IR Fernauslöser
Blitz Eingebaut (bis 8 Meter bei 400 ASA)
Gewicht 175 Gramm (mit Film und Batterie)
Batterie 1x 3 Volt Lithium CR123A
Baujahr ab 1996 bis (mindestens) 2005
Hergestellt in Hong Kong (mit Komponenten aus Japan)

 

Die Olympus mju:2 gehört zu den kleinsten und leichtesten Kameras der Welt. Die Kamera passt tatsächlich in jede Hosentasche, man wundert sich stets, wo die Filmdose und Batterie in der Kamera Platz finden, dabei wird sie mit einem ganz normalen Kleinbildfilm beladen!

Die mju:2 wurde über einen ungewöhnlich langen Zeitraum gebaut und verkauft. Kein Wunder, denn die Ausstattung ist beeindruckend: ein lichtstarkes Objektiv 1:2.8 mit Autofokus, automatischer Filmtransport, IR Fernauslöser, LCD Display, automatische Erkennung der Filmempfindlichkeit (DX) 50 bis 3200 ASA, Aufhellblitz zuschaltbar, Rote-Augen-Reduktion, Nachtprogramm, Spot-Belichtungsmessung. Das alles in einem eleganten, regenfesten Gehäuse.

Ich sah die Kamera das erste Mal auf der Photokina und habe sie, ohne große Bedenkzeit, sofort gekauft.

Die Bildergebnisse sind, die Kameragröße ausser Acht gelassen, wirklich gut! Das Objektiv zeichnet scharf und kontrastreich, die Belichtung ist ebenfalls sehr ausgewogen. Ich kann mich an keine nennenswert über- oder unterbelichteten Aufnahmen erinnern.

Mit dem zur Hälfte gedrückten Auslöser, lassen sich Schärfe und Belichtung von einem bestimmten Punkt holen und die Kamera vor der eigentlichen Aufnahme schwenken. Ist man mit dieser Aufnahmetechnik vertraut, ergeben sich mehr Freiheiten bei der Bildkomposition. Dank der sehr geringen Parallaxenverschiebung und Naheinstellgrenze von nur 30cm, sind sogar gute Nahaufnahmen möglich! Normale Sucherkameras sind damit in der Regel überfordert.

Natürlich gibt es noch bessere Kameras mit mehr Einstellungsmöglichkeiten und hochwertigen Zoom-Optiken, doch in ihrer Kernkompetenz, als ultrakompakte Hosentaschenkamera, ist die Mju:2 ungeschlagen. Sie erfüllt höhere Anforderungen an Qualität und bringt wirklich viel mit, was auf den ersten Blick gar nicht auffällt.

Die kleine Olympus bietet darüberhinaus einen unheimlich hohen Spaßfaktor, z.B. auf Partys in Verbindung mit einem Mini-Stativ und dem unauffälligen IR-Fernauslöser. Selbst nasse Achterbahnfahrten konnten der Kamera nichts anhaben. Sie fand stets den Weg in meine Fototasche, häufig auch als Zweitkamera. :-)

 

 

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